Gedruckte Bescheide

Unser Landkreis Rostock braucht eine solide wirtschaftliche Basis, damit es den Menschen und den Gemeinden gut geht. Faire Löhne und eine angemessene Steuerpolitik sind dafür gleichermaßen erforderlich.

Die Kreisverwaltung arbeitet zielorientiert in Genehmigungsprozessen und begleitet die Wirtschaft bei Ansiedlungs- und Erweiterungsvorhaben. Viel Lob habe ich persönlich z. B. bei der Ansiedlung des Norma Logistikzentrums in Dummerstorf, der CLEARUM GmbH in Popendorf und der Erweiterung von Milteny Biotec in Teterow erfahren. Darauf bin ich stolz, weil es zeigt, dass die Beschäftigten in der Kreisverwaltung mit vollem Engagement unsere Region voran bringen wollen. Dies werde ich auch weiterhin unterstützen und fördern.

„Gedruckte Genehmigungsbescheide“ sind aus meiner Sicht immer noch die effektivste Wirtschaftsförderung und tragen zur positiven Entwicklung unserer Region bei.

Hansestadt Rostock

Wir wachsen aus eigener Kraft. Auch im Verbund mit der Hansestadt Rostock.

Wir brauchen uns gegenseitig.

Wir müssen unsere gemeinsamen Standortvorteile weiter ausspielen und die Stärken des Kreises bei Infrastruktur, Flächenverfügbarkeit und Genehmigungsprozessen gezielt nutzen.

RLG – Raumfahrt und Wasserstoff

Den InvestPort in Laage möchte ich gemeinsam mit den anderen Gesellschaftern als Entwicklungskern für eine Wasserstoffregion Rostock etablieren. Hier engagieren sich Unternehmen aus der Region, um marktreife Lösungen für Industrie und Privathaushalte zu entwickeln. Darüber hinaus geht es auch um die Förderung von Ideen in punkto Raumfahrt. Natürlich nicht als klassischem Weltraumbahnhof, sondern als sogenanntem „Spaceport“ für Satellitentechnik, insbesondere hinsichtlich innovativer Trägersysteme mit Konstellationen auf Kleinsatellitenbasis.

Dieses Engagement aus unserer Region muss aus meiner Sicht Unterstützung finden.

Am InvestPort in Verbindung mit dem Flughafen haben wir beste Voraussetzungen für Hochtechnologie. Forschung, Entwicklung, Produktion und Vertrieb sind von dort aus bestens möglich. Das will ich weiter ausbauen.

In Teterow ist ein Zentrum für Bio-Science und Medizintechnik gewachsen, welches wir derzeit intensiv bei einer besseren nahverkehrlichen Anbindung unterstützen wollen. Im Interesse der Unternehmen und der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.

Breitbandausbau

Der Fachkräfte und Arbeitskräftemangel ist aus meiner Sicht die größte Herausforderung für den wirtschaftlichen Aufschwung im Landkreis Rostock. Das bedeutet, dass wir die Lebensbedingungen im Kreis weiter verbessern müssen.

Dazu gehört auch der Breitbandausbau im Landkreis Rostock. Die Kreisverwaltung hat hierfür die nötigen Fördermittel eingeworben. Der Ausbau erfolgt nun über die vertraglich gebundenen Telekommunikationsunternehmen. Ziel der durch den Bund geförderten Ausbaumaßnahme ist ein flächendeckendes Glasfasernetz.

Das schöne daran ist, dass sich die Anschlussnehmer – ob privat und unternehmerisch – bei rechtzeitiger Anmeldung auf einen kostenlosen Anschluss freuen dürfen.

Das flächendeckende Breitbandnetz ist für mich ein Teil der Grundversorgung. Ohne Breitband keine vernünftige Gestaltung unseres Landkreises. So ist das. Unternehmen und Privatkunden in den kleineren Orten müssen genauso ins Netz kommen, wie in den Städten.

Kitabedarfsplanung

Wir wollen attraktiv für unsere Einwohnerinnen und Einwohner sein. Damit sie hierbleiben. Und wir wollen Menschen dafür begeistern, in der Region Rostock sesshaft zu werden. Also hier bei uns zu arbeiten und zu leben. Dafür brauchen wir gute Kitas, gute Schulen, gute Ausbildung.

Wir haben beim Kreis die Kitabedarfsplanung gemacht. Diese ist so gestaltet, dass sie stetig an steigenden Bedarfen ausgerichtet und aktualisiert wird. Nur so bleiben wir flexibel.

Aktuelle Beispiele sind Bad Doberan, Sanitz und Laage. Das sind Kommunen, die sich deutlich über der Prognose zur Bevölkerungsentwicklung bewegen. Trotzdem ist es der Kreisverwaltung, hier speziell dem Jugendamt, immer gelungen, allen Eltern einen Betreuungsplatz anzubieten.

Beitragsfreiheit für Kitabetreuung

Mit diesem strategischen Steuerungsinstrument für die Kitas hört es aber nicht auf! Das die Beitragsfreiheit für die Kitabetreuung ist beschlossene Sache. Auch wenn ich als Verwaltungschef mit der Umsetzung so meine Bauchschmerzen hatte.

Aber diese Entlastung kommt schließlich den jungen Familien zu Gute und es ist unsere Aufgabe als Kreisverwaltung, das zu fördern.

Mit großem Einsatz haben die Beschäftigten im Jugendamt diese Aufgabe im vergangenen Jahr sehr gut bewältigt.

Schulentwicklungsplanung

Damit hört die Aufgabe zur Entwicklung unserer Jüngsten aber nicht auf.

Mit mir wird auch künftig gelten: Wir machen keine Schule zu.

Unsere Schulentwicklungsplanung ist die Grundlage dafür. Schulen gehören in die Region und nicht nur an wenige, zentrale Orte.

Bildung muss erreichbar sein! Schule ist ein wichtiger Faktor in einer Kommune und wir verbauen uns die eigene Entwicklung, wenn wir Schulen dicht machen.

Wir müssen in Schulen investieren. Die KGS Rövershagen z. B. braucht endlich den Neubau! Und wenn ich in Richtung Rerik, Kröpelin und Neubukow schaue, dann sollten wir uns darüber verständigen, wie wir die Schulstandorte in den drei Städten im Verbund stärken. Insbesondere vor dem Hintergrund der sehr dynamischen Entwicklung des Schulstandortes Bad Doberan.

Azubi-Ticket

Die Zusammenarbeit mit den Kreishandwerkerschaften hat sich in den letzten Jahren durchweg positiv entwickelt. Die Etablierung eines regionalen Berufsbildungszentrums in Güstrow mit Außenstandort Bad Doberan war ein richtiger und wichtiger Schritt.

Ich stelle immer wieder fest, dass Auszubildende mit erheblichen Wegstrecken und somit Fahrtkosten zu den Ausbildungsstätten zu kämpfen haben.

Daher befürworte ich ausdrücklich ein Azubi-Ticket und zwar landesweit.

Sowas macht attraktiv. Hilft Azubis und Betrieben und damit unserem Ausbildungs- und Wirtschaftsstandort. Ich spreche dafür aus, das Azubi Ticket über § 113 des  Schulgesetzes M-V gesetzlich zu verankern und die Finanzierung sicherzustellen.

Pflegesozialplanung

Neben guter Bildung und Erziehung ist meiner Ansicht nach auch sicherzustellen, dass die Generationen, die es uns durch Ihren Fleiß und Ihre harte Arbeit erst ermöglicht haben, in Frieden und Wohlstand zu leben, einen wohlverdienten Lebensabend genießen könne.

Meine beiden Großmütter leben noch. Und sie haben das Glück, dass Ihre Kinder, Enkel und Urenkel ganz nah bei Ihnen sind. Viele ältere Menschen haben dieses Glück nicht. Das Thema Einsamkeit, ja sogar Hilflosigkeit und Entfremdung sind allgegenwärtig. Ich bedanke mich zunächst bei allen Familienangehörigen und Freunden, die sich um die Betreuung älterer Menschen kümmern.

Es muss uns gelingen, dafür zu sorgen, dass ein weitestgehend selbstbestimmtes und würdiges Leben im Alter ermöglicht wird.

Und hier setzt die Pflegesozialplanung des Landkreises Rostock ein, die ich gemeinsam mit der zuständigen Dezernentin in der Kreisverwaltung, Anja Kerl und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Sozialamtes unter Beteiligung der breiten Bevölkerung im Landkreisgebiet entworfen und dem Kreistag zur Beschlussfassung vorgelegt habe.

Die Pflegesozialplanung ist auf der Grundlage der Prognosen zur Bevölkerungsentwicklung ein Leitfaden für die Träger der Wohlfahrtspflege zur Ermittlung von Bedarfen in jeder Region des Landkreises. So kann gezielt geplant, entwickelt, gebaut und betreut werden. Darauf können wir stolz sein und gemeinsam mit den Wohlfahrtsverbänden den älteren Generation Perspektiven bieten um selbstbestimmt, heimatnah, gut betreut und sicher den Lebensabend zu genießen.

Polizeidienst

Sicherheit soll auch in den Dörfern und Städten des Landkreises herrschen. Ich schätze die Arbeit unserer Polizistinnen und Polizisten in den … Revieren (Bützow…) und möchte die gute Zusammenarbeit mit den Ämtern des Landkreises loben. Von A wie Ausländerbehörde bis Z wie Zulassungsstelle begegnet man sich hier auf Augenhöhe und in regelmäßigem Austausch. Das soll auch so bleiben.

Ich begrüße ausdrücklich die Aufstockung der Stellen im Polizeidienst und wünsche mir für die Zukunft wieder mehr Respekt aus bestimmten Teilen der Bevölkerung für die aufopferungsvolle und harte Arbeit der Polizistinnen und Polizisten.

Sie sind unsere Freunde und Helfer. Behandeln wir sie bitte schön auch so!!!

Ausbildung

Auch die Verwaltung des Landkreises Rostock wird in den kommenden Jahren den wachsenden Bedarf an Fachkräften absichern müssen.

Deshalb setze ich mich für eine gezielte und angepasste Ausbildung ein.

Damit soll die Konkurrenzsituation am Markt vermieden und den Unternehmen vor Ort nicht die dringend benötigten Fachkräfte entzogen werden. Im Vergleich bildet der Kreis deshalb überdurchschnittlich viel aus. Mit Ausbildungsstart 2019 habe ich in der Kreisverwaltung 16 Auszubildende begrüßt.

Finanzhaushalt

Die Arbeit der Kreisverwaltung hat entscheidenden Einfluss auf die Gestaltung unseres Landkreises Rostock, weil wir für so viele Lebensbereiche zuständig sind. Von der Einschulungsuntersuchung, über die Baugenehmigung und die Lebensmittelkontrolle bis zur Ausstellung des Führerscheins, um nur einige wenige Bereiche zu nennen. Dafür muss die Kreisverwaltung leistungsfähig sein.

Die Haushalte der vergangenen Jahre haben wir ausgeglichen geführt. Es hat sich insbesondere für die kreisangehörigen Gemeinden ausgezahlt, dass wir mit dem Haushaltssicherungskonzept 2013 lange mit einer festgeschriebenen und minimal auskömmlichen Kreisumlage gewirtschaftet haben.

Die Schulden des Kreises aus Investitionskrediten tilgen wir beständig. Das muss so weitergehen.

Ich will die Schuldenfreiheit innerhalb der nächsten 10 Jahre, um die nachfolgenden Generationen nicht nur beim Thema Umwelt von Altlasten freizuhalten.

Aber: Wir müssen als Kreis auch in der Lage bleiben, zu investieren.

Feuerwehr

Ein Beispiel für Investitionen im Kreis ist die neue Feuerwehrtechnische Zentrale (FTZ) in Beselin. 2014 habe ich mit dem Kreiswehrführer Mayk Tessin die Idee dazu entwickelt. An den Plänen für die neue FTZ wird seither gearbeitet. Mit dem Spatenstich vom 6. März 2020 ist der Startschuss nun endlich gefallen. Damit unterstützen wir die 163 ehrenamtlichen Wehren bei ihren wichtigen Aufgaben. Nicht nur beim Brandschutz und der technischen Hilfeleistung, sondern auch in ihrer Funktion in der ländlich geprägten Gesellschaft. In diesem Zusammenhang bedanke ich mich bei allen Wehren, dem Kreisfeuerverband und der Brandschutzdienstelle des Landkreises für die hervorragende Zusammenarbeit.

Die Ausstattung der Wehren muss aber noch besser werden. Im Kreishaushalt sind seit dem Doppelhaushalt 2019/2020 dafür jährlich 500.000 Euro zusätzlich zu den 750.000 Euro aus der Feuerschutzsteuer eingeplant.

Damit sind wir der Landkreis mit dem höchsten Fördermitteletat im Land Mecklenburg-Vorpommern.

Ich freue mich auch, dass die Landesregierung nachgezogen hat und unserer Forderung nachkommt, die Anschaffung moderner Fahrzeuge stärker zu fördern. Insbesondere die Wehren im ländlichen Raum sollen in die Lage versetzt werden, alte Technik – zum Teil noch hergestellt vom VEB Feuerlöschgerätewerk Luckenwalde – durch neue zu ersetzen. Gemeinsam bewältigen wir diese Aufgabe noch besser.

Vereinsleben

Ich habe in den zurückliegenden Jahren viele Vereine und Initiativen besucht, die sich in die Gesellschaft einbringen – sie organisieren Freizeit, Bildung, Sport und Brandschutz.

Vereine berühren so ziemlich jeden Lebensbereich und machen unseren Kreis sehr lebens- und liebenswert. Das will ich auch weiter fördern und unterstützen.

Die Vereinslandschaft ist bunt, vielfältig und sehr leistungsfähig. Das muss so bleiben. Zwei Beispiele, die mich in diesem Jahr besonders beeindruckt haben. Und die sind echte Gegensätze.

Da ist zum einen Power On in Belitz aus der Region zwischen Gnoien und Teterow. Ein Verein von jungen Menschen, die vor Ideen sprühen, die auch mal einfach losmachen, Leute begeistern und sogar bis in die Entwicklungszusammenarbeit vorpreschen. Mittlerweile machen sie auch Jugendsozialarbeit in der Region Teterow. Der Landkreis fördert ihre Arbeit mit Mitteln aus dem Programm Demokratie leben.

Und dann ist da zum anderen die Frauengruppe Kobrow-Goritz. Eine Gruppe, die sich eigentlich um eine Frau herum gebildet hat. Die machen seit 20 Jahren jedes Jahr eine Ferienfreizeit für Kinder und Jugendliche. Mit ganz einfachen Mitteln, ohne große Vereinsstruktur und mit super viel Herzblut. Da habe ich Beratung durch die Ehrenamtsstiftung organisiert. Mit Erfolg. Ich finde es wichtig, dass wir genau solche ehrenamtlichen Strukturen, groß und klein, laut und leise unterstützen.

Und das tun wir ganz konkret durch unsere Ehrenamtsforen. In diesem Jahr waren wir in Güstrow, Teterow, Sanitz und Kröpelin. Eingeladen waren ehrenamtlich Tätige und geschult wurde über die Möglichkeiten zur finanziellen Förderung durch die Kreisverwaltung. Das nenne ich Bürgernähe.

Vergleichbare Lebensbedingungen

Wir haben im Kreis zwei deutliche Gegensatzpaare. Die ergeben sich aus der wirtschaftlichen und demografischen Situation. Es gibt ein klares Nord-Süd Gefälle und eine Bewegung vom Rand hin zu den Zentren. Da müssen wir ran.

Ich will den ländlichen Raum klar weiter fördern. Versorgung, Infrastruktur, Dienstleistungen müssen stimmen. Die Leute wollen die Lebensqualität auf dem Land und wenn sie schon woanders zur Arbeit müssen, dann soll das gut funktionieren. Mit dem Auto, mit dem Bus oder mit der Bahn.

Wir müssen den Landkreis Rostock so gestalten, dass die Lebensbedingungen im gesamten Kreis Rostock vergleichbar sind. Dafür brauchen wir gute Infrastruktur, Bildung, starke Unternehmen mit sicheren Arbeitsplätzen und ein lebenswertes Umfeld mit Kultur. Der Kreis unterstützt die Städte und Gemeinden bei Investitionen in Kitas, Gemeindezentren, Feuerwehren, Kulturstätten und Tourismus.

Das ist und bleibt mein Ziel: Attraktive Kommunen in der gesamten Region Rostock. Das ist sozial, gerecht und ausgleichend!

Landwirtschaftliche Nutzung

Wir haben nicht nur im künstlerischen Sinn eine großartige Kulturlandschaft. Wir leben im Wortsinne auch in einer Kulturlandschaft. 75 Prozent Kreisfläche werden landwirtschaftlich genutzt. Wir haben mehr als 60 Kilometer Ostseeküste, zahllose Seen und schöne Wälder.

Und hier leben rund 215.000 Menschen, plus ungefähr nochmal so viele in der Hansestadt. Allein im Kreis zählen wir rund 5 Millionen Übernachtungen von Touristen im Jahr.

Wir müssen gut auf unsere Kulturlandschaft und unsere Umwelt achten. Zersiedelung und Flächenversiegelung sind Probleme, die wir mit Augenmaß angehen müssen.

Windenergie

Ebenso die Verfügbarkeit von Flächen für erneuerbare Energien. Ich bin nach wie vor der Auffassung, dass die Windenergie ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für die Region ist (Nordex, MBBF… ganz zu schweigen von den Zulieferbetrieben) und eine wichtiger Baustein der Energiewende ist.

Aber, Ich sage auch deutlich, dass die Ausweisung neuer Eignungsflächen für Windenergie nicht auf Kosten der Einwohner*innen geschehen darf.

Anlagenbetreiber und Flächeneigentümer sollten der ländlichen Bevölkerung an Ihrem Gewinn teilhaben lassen. Das geht auch freiwillig. Dafür braucht man keine Gesetze. Einfach nur sinnvolle gemeinwohlbringende Lösungen. Und diese gibt es ganz sicher. Man muss nur darüber reden und Verständnis entwickeln. Natürlich auch die Fähigkeit zum Kompromiss beweisen. Verweigerungshaltung bringt uns alle nicht weiter.

Gegenseitig ergänzen und stärken

Verweigerungshaltungen müssen wir in unserer Beziehung zur Hansestadt Rostock weiter abbauen. Aus dem Kreis pendeln Menschen in die Stadt zur Arbeit, und aus der Stadt zu uns in den Kreis.

Klar ist: Rostock ist attraktiv bei Arbeit, Kultur und den schönen Dingen, die Spaß machen. Klar ist aber auch: Rostock droht am eigenen Erfolg zu ersticken. Stichworte Wohnungen und Verkehr.

Für mich ganz klar: Wir sollten uns gegenseitig ergänzen und stärken. Wir haben Standorte für Wohnungsbau, Ansiedlungsmöglichkeiten für Wirtschaft und sehr gute Infrastruktur bei Kitas und Schulen.

Neue Ideen für den Nahverkehr

Abschließen möchte ich mit einem Thema, dessen positive Entwicklung mir für die nächsten Jahre besonders am Herzen liegt. Wenn Menschen in der Stadt arbeiten und bei uns leben wollen und auch andersrum, dann müssen sie mobil sein. Die Straßeninfrastruktur stimmt in weiten Teilen. Beim Nahverkehr ist noch Luft nach oben. Derzeit arbeiten wir gemeinsam mit der Hanse- und Universitätsstadt Rostock am Nahverkehrsplan.

Es muss uns gelingen, mehr Bus und Bahn zu fahren zu lassen um weniger Stau zu produzieren und Umweltverschmutzung durch CO2 Ausstoß zu verringern.

Das wird Geld kosten aber langfristig Lebensqualität erhalten und fördern. Hier sind gute Ideen gefragt. Die Bevölkerung im Landkreis haben wir in diese Ideenfindung in einem vorher nie dagewesenen Ausmaß durch Beteiligung eingebunden. Und die Vorschläge sind vielfältig und hilfreich.

Verknüpfungen mit dem Individualverkehr sind zu berücksichtigen. Zum Beispiel durch Park and Ride Systeme und den Raststätten der Bundesautobahnen A 19/A20 sowie den Bundesstraßen. Wie bringen wir Elektromobilität und alternative Antriebe mit ÖPNV zusammen? Verknüpfungspunkte mit Ladeinfrastruktur, also Park und Ride mit Steckdose, sind eben solche Ideen.

Krass-Freizeitticket

Und für Jugendliche haben wir mit dem Krass-Freizeitticket bereits eine wirklich gute Sache auf den Weg gebracht.

Für 20 Euro im Monat ab 13:00 Uhr bis 03:00 Uhr des Folgetages alle öffentlichen Verkehrsmittel nutzen zu dürfen ist eine feine Sache finde ich. Das ist für mich ebenso Standortpolitik wie ein Azubiticket.

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